Wie sie mit Claude eine Präsentation in 30 Minuten bauen – vom Rohnotiz-Chaos zur Folie, die den Raum in Spannung hält.

Praxis-Guide: Folien in 30 Minuten · Arbeitsmarktguru
Sven NeuenfeldtArbeitsmarktguru
Praxis-Guide · 8 Seiten · KI in der Praxis

Folien sind nicht Ihr
Problem. Die fehlende
Dramaturgie ist es.

Wie Sie mit Claude eine Präsentation in 30 Minuten bauen – vom Rohnotiz-Chaos zur Folie, die im Raum hält.

Für Trainer:innen, HR-Profis und Führungskräfte in KMU und öffentlichem Dienst.
Die exakten Skills · das einmalige Setup · der 30-Minuten-Workflow.

Raus aus der Komfortzone. Bleiben Sie neuGIERig.

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Folien in 30 Minuten
01 · Worum es wirklich geht

Sie verlieren keine Folien.
Sie verlieren Ihren Freitagabend.

Montag, 9 Uhr, Vorstandsrunde. Es ist Freitag, 19 Uhr. Vor Ihnen liegen 38 Folien, und Sie schieben seit einer Stunde Textkästen hin und her. Mit jeder Folie wächst das Deck. Und mit jeder Folie schrumpft die eine Sache, auf die es ankommt: Ihre Botschaft.

Diese Szene kennen Sie. Egal, ob Sie ein Führungsteam in einer Stadtverwaltung schulen, ein Konzept im Mittelstand pitchen oder einen Trainingsblock vorbereiten. Die Vorbereitung frisst die Stunden, die eigentlich für den Inhalt gedacht waren.

Was es Sie wirklich kostet

Rechnen wir kurz nach. Drei Decks im Monat, jedes zwei bis vier Stunden Folienarbeit. Das sind im Jahr gut hundert Stunden, in denen Sie nicht denken, sondern kacheln. Hundert Stunden, in denen Sie Designer spielen statt Wirkung zu bauen.

Der teurere Preis steht nicht auf der Uhr. Er steht im Raum. Ein Deck, das informiert, aber nicht bewegt. Vierzig saubere Folien, nach denen alle nicken und niemand etwas entscheidet. Sie haben geliefert. Verändert hat sich nichts.

Die meisten Präsentationen scheitern nicht an der Gestaltung. Sie scheitern an Folie 3, weil niemand weiß, worauf sie hinauswollen.

Hier liegt der Denkfehler, den fast alle teilen: Wir behandeln das Foliendesign als das Problem. Dabei ist das Design nur das Sichtbare. Das eigentliche Problem ist unsichtbar, und es entscheidet alles: Es fehlt der rote Faden, der den Zuhörer von „interessant“ zu „ich mache jetzt den nächsten Schritt“ trägt.

Die gute Nachricht steht auf den nächsten sieben Seiten. Diesen roten Faden können Sie bauen. Verlässlich. Wiederholbar. In 30 Minuten. Lassen Sie uns zeigen, wie.

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Folien in 30 Minuten
02 · Das Prinzip

Erst die Dramaturgie.
Dann die Folie.

Die meisten KI-Tools für Präsentationen machen genau das Falsche zuerst: Sie kippen Ihren Text in eine hübsche Vorlage. Schöne Kacheln, keine Richtung. Das ist kein Folienbau. Das ist Tapezieren.

Claude geht den anderen Weg, und das ist der entscheidende Unterschied. Es baut zuerst die Geschichte, dann die Folie. Es fragt nicht „Wie sieht das gut aus?“, sondern „Was soll der Mensch danach tun?“. Genau diese Reihenfolge trennt eine Präsentation, die hält, von einer, die nur belegt, dass Sie fleißig waren.

Was Claude Ihnen abnimmt

Nicht Folien füllen. Wirkung bauen. Konkret heißt das:

  • Es schärft Ihre eine Botschaft, bevor eine einzige Folie entsteht. Ein Ziel, nicht fünf.
  • Es baut den Spannungsbogen: Haken, Problem, Druck, Wendepunkt, Handlung. Die Folien folgen dieser Linie, nicht Ihrer Notizreihenfolge.
  • Es legt das Tempo Folie für Folie fest, damit der Raum mitkommt und nicht abreißt.
  • Es macht aus Ihren Rohnotizen Folientext, der trägt, statt Stichwort-Schutt auf 30 Kacheln.
  • Es gibt für jede Folie eine visuelle Regieanweisung: ein Bild, ein Diagramm, eine Zahl, statt Deko ohne Funktion.
  • Es geht am Ende noch einmal drüber und fängt jede Folie ab, die nicht landet.
Welches Werkzeug wofür

Claude (App, Modell Opus 4.8) ist die Denkmaschine. Hier entstehen Botschaft, Dramaturgie und Folientext im Dialog mit Ihnen.

Claude in PowerPoint (Beta) erzeugt daraus eine echte .pptx, die Sie sofort weiterbearbeiten.

Claude Design (Beta) ist die Leinwand für den Feinschliff: Layout per Chat anpassen, bis es zu Ihrer Hausmarke passt.

Was Berater an einer guten Dramaturgie verdienen, steckt nicht im Design. Es steckt in der Struktur, die eine Entscheidung auslöst. Genau diese Struktur bekommen Sie hier in die Hand. Kein Werkzeug nimmt Ihnen die Haltung ab. Aber es nimmt Ihnen das Kacheln ab, damit Sie wieder Zeit für die Haltung haben.

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Folien in 30 Minuten
03 · Die exakten Skills (1/2)

Sechs Bausteine,
die Sie heute kopieren können.

Kopieren Sie die folgenden Blöcke in Ihren Claude-Chat. [In eckigen Klammern] ersetzen Sie durch Ihre Angaben. Jeder Baustein liefert ein Ergebnis, das in den nächsten fließt.

Baustein A · Botschaft schärfen
Du bist mein Sparringspartner für Präsentationen. Bevor wir Folien bauen, schärfen wir die eine Botschaft. Thema: [Thema] Zielgruppe: [z. B. Amtsleitungen, Geschäftsführung KMU] Anlass: [z. B. Vorstandsrunde, Trainingsblock] Formuliere mir 3 Varianten der EINEN Kernbotschaft – je ein Satz. Und sag mir je: Was soll der Zuhörer danach denken, fühlen UND tun? Dann frag mich, welche Variante trägt. Keine zweite Botschaft.
Baustein B · Dramaturgie bauen
Nimm die gewählte Botschaft und baue einen Spannungsbogen in 6 Schritten: 1 Haken (Szene/Zahl/Paradox) 2 Problemraum 3 Druck (was kostet Stillstand?) 4 Analyse 5 Wendepunkt (was ist möglich?) 6 Handlung. Schreib pro Schritt 2 Sätze, in Sie-Ansprache, ohne Buzzwords. Die Möglichkeit kommt NACH dem Druck, nie davor.
Baustein C · Folien-Architektur & Tempo
Übersetze den Spannungsbogen in eine Folienliste. Ziel: [z. B. 12 Folien, 20 Minuten]. Pro Folie: Nummer · Folientitel (als These, nicht als Kapitel) · Funktion im Bogen · empfohlene Verweildauer. Markiere die 1 Folie, an der die Entscheidung kippt. Lieber weniger Folien, die sitzen, als viele, die nur belegen.
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Folien in 30 Minuten
04 · Die exakten Skills (2/2)

Von der Notiz zur Folie,
die landet.

Baustein D · Rohnotizen → Folientext
Hier sind meine Rohnotizen: [Notizen reinkopieren – Stichworte reichen] Verteile sie auf die Folienliste aus Baustein C. Pro Folie max. 3 Aussagen, jede als ganze, klare Botschaft – kein Stichwort-Schutt. Streiche, was nicht auf die Kernbotschaft einzahlt. Sag mir, was du gestrichen hast und warum.
Baustein E · Visuelle Regie je Folie
Gib mir pro Folie eine visuelle Regieanweisung: Bild, Diagramm, Zahl oder Schema – was die Aussage am schnellsten begreifbar macht. Keine Deko ohne Funktion. Halte dich an meine Marke: Akzentfarbe #e024ca, klare Flächen, viel Weißraum.
Baustein F · Schärfen & Review
Letzter Durchgang, in 3 getrennten Schritten: 1 Sinn: Ist die EINE Botschaft auf jeder Folie spürbar? 2 Struktur: Trägt der Bogen, kommt die Möglichkeit nach dem Druck? 3 Wort: Welche Zeile füllt nur Platz? Nenn mir die 1 Folie, die ich streichen sollte, weil sie nicht landet. Sei ehrlich, nicht nett.
Der Master-Prompt · kettet A–F

Wollen Sie nicht sechsmal kopieren? Dann speichern Sie diesen einen Satz und starten damit: „Begleite mich als Sparringspartner durch die Bausteine A bis F für meine Präsentation. Frag mich nach Thema, Zielgruppe und Anlass, dann führ mich Schritt für Schritt – und warte nach jedem Schritt auf meine Freigabe.“ Wie Sie das dauerhaft hinterlegen, steht auf der nächsten Seite.

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Folien in 30 Minuten
05 · Das einmalige Setup

Einmal einrichten.
Hundertmal nutzen.

Diese 15 Minuten investieren Sie genau einmal. Danach startet jedes Deck aus dem Stand, in Ihrer Marke, mit Ihren Regeln. Kein erneutes Erklären.

1
Oberfläche wählen

Für Denkarbeit reicht die Claude-App mit Opus 4.8. Wollen Sie direkt eine .pptx, schalten Sie Claude in PowerPoint dazu (Beta). Für den visuellen Feinschliff nutzen Sie Claude Design (Beta). Alles drei findet sich in den Einstellungen unter den Werkzeugen.

2
Ein Projekt anlegen

Legen Sie ein Projekt „Präsentationen“ an. Projekte halten Ihre Vorgaben für jeden neuen Chat bereit, ohne dass Sie sie wiederholen.

3
Ihre Regeln hinterlegen

In die Projektanweisungen kommt einmalig: Ihre Zielgruppe, Ihre Marke (Akzentfarbe #e024ca, Schrift, Logo), Ihre Sie-Ansprache und Ihre Nein-Liste, also was niemals auf eine Folie soll. Buzzword-Bingo zum Beispiel.

4
Eine Vorlage hochladen

Laden Sie eine bestehende .pptx als Muster hoch. Claude übernimmt Ihren Hausstil, statt eine fremde Vorlage zu erfinden. So sieht jedes Deck nach Ihnen aus, nicht nach Software.

5
Den Master-Prompt speichern

Sichern Sie den Master-Prompt von Seite 5 in den Projektanweisungen. Ab jetzt genügt ein Satz, und die Kette A bis F läuft an.

15 Minuten Setup. Danach beginnt jede Präsentation nicht bei null, sondern bei Ihnen.
© Sven Neuenfeldt · Arbeitsmarktguru06 / 08
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Folien in 30 Minuten
06 · Der End-to-End-Workflow

30 Minuten,
Minute für Minute.

Setup steht, Projekt offen, Rohnotizen griffbereit. So sieht der Lauf vom leeren Chat zur fertigen Präsentation aus. Die Uhr läuft mit.

0–3′
ReinkippenRohnotizen einfügen, Thema, Zielgruppe und Anlass nennen. Roh reicht. Sortieren ist Claudes Job.
3–8′
Botschaft & Bogen (A + B)Eine Kernbotschaft wählen, Spannungsbogen freigeben. Hier entscheiden Sie, sonst nirgends so wichtig.
8–15′
Architektur & Tempo (C)Folienliste gegenlesen. Eine Folie zu viel? Streichen. Lieber zwölf, die sitzen, als zwanzig, die belegen.
15–22′
Folientext & Regie (D + E)Notizen werden Folientext, jede Folie bekommt ihre visuelle Anweisung. Sie prüfen, was gestrichen wurde.
22–27′
BauenMit „Claude in PowerPoint“ die .pptx erzeugen oder in Claude Design das Layout schärfen, bis es Ihre Marke trifft.
27–30′
Review (F)Der ehrliche Durchgang in drei Ebenen. Eine Folie, die nicht landet, fliegt raus. Dann liefern Sie.
Realistisch bleiben

30 Minuten gilt für ein Standard-Deck mit klaren Notizen. Ein Keynote-Auftritt vor 300 Leuten darf länger reifen. Der Punkt ist nicht die Stoppuhr. Der Punkt ist: Sie verbringen die Zeit mit der Botschaft, nicht mit dem Kacheln.

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Folien in 30 Minuten
07 · Fallen & nächster Schritt

Drei Fallen, an denen
gute Decks scheitern.

1Zwei Botschaften auf einmal

Wer den Zuhörer an drei Stellen bewegen will, bewegt ihn nirgends. Ein Deck, ein Ziel. Wenn Claude eine zweite Botschaft einbaut, streichen Sie sie. Sofort.

2Schmücken, bevor entschieden ist

Die Versuchung, gleich Bilder und Farben zu wählen, ist groß. Tun Sie es nicht. Erst steht der Bogen, dann die Folie. Eine schöne Folie ohne Richtung ist schöner Stillstand.

3Dem ersten Entwurf vertrauen

Der erste Wurf ist gut. Er ist nicht fertig. Baustein F ist kein Zierrat, sondern der Unterschied zwischen „abgegeben“ und „angekommen“. Lassen Sie Claude ehrlich sein, nicht nett.

Sie bauen ab heute keine Folien mehr. Sie bauen Wirkung. Und das in der Zeit, die ein Kaffee zum Abkühlen braucht.

Die Werkzeuge nehmen Ihnen die Stunden ab, die Sie ans Kacheln verloren haben. Was sie Ihnen nicht abnehmen, ist Ihre Haltung, Ihre Erfahrung, Ihr Gespür für den Raum. Genau das ist der Punkt: Je mehr die KI das Handwerk übernimmt, desto mehr zählt, was nur Sie mitbringen.

Mein Vorschlag: Nehmen Sie das nächste echte Deck, das diese Woche ohnehin ansteht. Nicht ein Übungsbeispiel. Das echte. Richten Sie das Setup ein, lassen Sie die Kette A bis F laufen, und stoppen Sie die Zeit. Sie werden überrascht sein, was nach 30 Minuten vor Ihnen liegt.

Und wenn Sie tiefer einsteigen wollen, in Folien, Führung oder den klugen Einsatz von KI im Lernen: Schreiben Sie mir. Ich begleite Sie dabei, nicht von der Bühne herab, sondern auf Augenhöhe.

Raus aus der Komfortzone. Bleiben Sie neuGIERig.

Sven Neuenfeldt · Arbeitsmarktguru · www.sven-neuenfeldt.digital

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