(SN) Die Universität Sydney analysiert, wie Tech-Konzerne Massenentlassungen mit Verweis auf KI begründen und inwiefern dies durch Arbeitsmarktdaten gedeckt ist. In einem Beitrag, der auf einem Artikel von The Conversation basiert, werden Firmen wie Atlassian, Block und Amazon genannt, die Tausende Stellenstreichungen explizit mit Effizienzgewinnen durch KI rechtfertigen.

Die zugrunde liegenden Studien von Anthropic und Goldman Sachs zeigen jedoch ein differenziertes Bild: Viele Tätigkeiten sind zwar prinzipiell automatisierbar, werden aber derzeit überwiegend noch von Menschen ausgeführt.

Ein Goldman‑Sachs-Szenario beziffert das potenzielle Jobrisiko auf etwa 2,5 Prozent aller Arbeitsplätze in den USA, stellt aber fest, dass Beschäftigte in KI-exponierten Berufen bislang nicht signifikant häufiger arbeitslos werden oder Lohnverluste hinnehmen müssen.

Belastbare Signale von Druck zeigen sich vor allem in einzelnen Sektoren wie Marketing, Grafikdesign, Verwaltung und Callcentern sowie bei jüngeren Beschäftigten in Tech-Jobs. Dort sind Arbeitslosigkeit und erschwerte Jobeinstiege messbar gestiegen.

Zugleich zeigen PwC-Daten, dass Löhne in KI-exponierten Branchen etwa doppelt so schnell wachsen wie in wenig betroffenen Bereichen und Beschäftigte mit KI-Kompetenzen im Schnitt einen Lohnaufschlag von 56 Prozent erzielen.

Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass viele Entlassungswellen eher als „KI-finanzierte“ Restrukturierung zur Finanzierung massiver KI-Investitionen zu verstehen sind – und weniger als unmittelbare Folge technischer Automatisierung.[^14]

Quelle: University of Sydney / The Conversation, „Tech companies are blaming massive layoffs on AI“, 2026-03-17, Lesezeit k. A.


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