Forscher:innen der Tufts University haben mit dem „American AI Jobs Risk Index” eine umfassende Analyse vorgelegt, die aufzeigt, welche Berufe in den kommenden Jahren am stärksten durch KI gefährdet sind.

Die Studie prognostiziert, dass in den USA innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre mehr als neun Millionen Arbeitsplätze von Automatisierung betroffen sein könnten, was einem Einkommensverlust von bis zu 1,5 Billionen US-Dollar entspräche.

Besonders gefährdet sind dabei nicht etwa einfache manuelle Tätigkeiten, sondern hochqualifizierte und gut bezahlte Berufe wie Webentwickler, Datenbankarchitekten, Programmierer und Finanzrisikoanalysten. Im Gegensatz dazu gelten körperliche und handwerkliche Berufe, die von der Wirtschaft traditionell oft geringer entlohnt werden, als weitgehend sicher vor einer algorithmischen Übernahme.

Diese Verschiebung betrifft insbesondere urbane Technologiezentren, die in der Studie treffend als neue „Wired Belts” bezeichnet werden – eine Anspielung auf die einstigen Rust Belts der Industrieepoche.

Für uns als Führungskräfte und Personalentwickler bedeutet dies einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der strategischen Personalplanung. Es reicht nicht mehr aus, lediglich technische Fertigkeiten zu vermitteln, sondern wir müssen verstärkt kritisches Denken und die Urteilskraft unserer Mitarbeitenden fördern.

Die Arbeitsplätze der Zukunft werden jenen gehören, die ihre fachliche Expertise gewinnbringend mit dem Einsatz moderner Werkzeuge kombinieren können. Sie haben jetzt die Gelegenheit, diesen Wandel in Ihrer Organisation proaktiv zu moderieren und Ihre Teams durch gezielte Qualifizierung auf diese veränderten Anforderungen vorzubereiten.

Wenn wir den Fokus auf die menschlichen Stärken legen, wird die digitale Transformation nicht zur Bedrohung, sondern zu einer wertvollen Chance für echte Weiterentwicklung. 

Quelle: NY Post – New study reveals which jobs are most vulnerable to AI


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